Das Kirchenamt mag Recht haben, aber ob es der richtige Ansprechpartner war, sei dahingestellt. Man sollte exakt das Dorf und dessen Kirche kennen, wo der Vorfahre lebte, und dort um Einsicht in die Kirchenbücher bitten. Das wäre der direkte Weg. Aber dann tut sich eine andere Schwierigkeit auf: In den meisten Pfarrbüros der Dörfer herrscht auch Personalnot. Nicht nur, dass der Pfarrer teilweise in mehreren Kirchen seinen Dienst verrichtet, sondern dass auch die Pfarrbüros oft nur zwei- oder dreimal in der Woche für zwei Stunden besetzt sind. Die Damen haben bei allem guten Willen oft nicht die Zeit, sich den Ahnenforschern zu widmen. Das habe ich nach vielen, vielen Pfarrbüro-Besuchen zur Kenntnis nehmen müssen. Auch unter diesem Aspekt ist die Aussage des Kirchenamtes zu verstehen.